Städtereise nach Warschau

Es gibt kaum eine Großstadt Europas, die eine ähnlich schicksalsschwere Geschichte ertragen musste wie Warschau. Trotzdem ist Warschau mit seinen vielfältigen Sehenswürdigkeiten beliebt unter den Städtereisen. Der Name leitet sich von Warsz ab, dem ersten Besitzer des gerodeten Landstücks an der Weichsel. Die erste sichere Nachricht von der Existenz einer Wehrsiedlung stammt von 1262, als die Litauer diese niederbrannten und den masowischen Herzog Ziemowit I. töteten. Um 1300 wurde der Siedlung das Stadtrecht gewährt.

Die Besichtigung Warschaus innerhalb von Städtereisen sollte man am besten dort beginnen, wo sich seine schönsten Seiten offenbaren, am Plac Zamkowy, dem Schlossplatz. Ihn schmückt die so genannte Sigismund-Säule, eine der Sehenswürdigkeiten aus dem Jahr 1633, das erste säkulare Denkmal Polens. Das Modell für den Bronzeguss von Sigismund III. Wasa stammt vom Bildhauer Clemente Molli nach dem Gesamtentwurf des königlichen Architekten Constantino Tencalla. Auf einer 20 m hohen korinthischen Säule steht der mit einem Säbel bewaffnete König; das große Kreuz symbolisiert seine gegenreformatorischen Bestrebungen.

Die Ostseite des Platzes nimmt das Königsschloss ein. Bereits im 14. Jh. stand hier eine Burg der masowischen Herzöge, von der noch die Reste eines Turms im Osten und eine gotische Mauer auf dem Hof übrig geblieben sind. Im Süden grenzt der Lubomirski-Palast an das Königsschloss an, dessen Spitzname „unter dem Blech“, darauf hinweist, dass er bereits im 18. Jh. ein Blechdach besaß. Der um 1720 gestaltete Bau war der Sitz des königlichen Neffen, des 1813 bei der Völkerschlacht bei Leipzig gefallenen Marschalls von Frankreich Fürst Józef Poniatowski.

Warschau-Staedtereisen

Warschau Städtereisen – Besichtigung der Altstadt

Die nördlich an den Schlossplatz anschließende Altstadt besitzt das schachbrettartige Straßennetz aus der Zeit ihrer Gründung im 14. Jh. mit einem quadratischen Altstadtmarkt in der Mitte, zwei kleineren, für den Handel bestimmten Plätzen sowie drei Kirchen, das Ganze umgeben von dem Oval der Stadtmauer. Der Wiederaufbau des im August 1944 vollständig zerstörten Viertels in den Jahren 1945-53 wurde vorbildhaft für alle weiteren Rekonstruktionen polnischer Städte. Das ehemalige Armenviertel von Warschau verwandelte sich zunächst in ein Arbeiterviertel und seit den 70er-Jahren in eine gute Adresse und schicke Flaniermeile. Durch die Barbakane gelangt man in die Neustadt, die, 1408 gegründet, nur unwesentlich jünger ist als die Altstadt. Nie mit einer Stadtmauer versehen, war sie eine Handwerkerstadt.

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