Toskana 2026: Höhere Kurtaxe & ETIAS-Verzögerung – was die neuen Einreise- und Steuerregeln für deinen Lastminute-Urlaub bedeuten
Montag, 7. September 2026 | Kategorie: International
Das Wichtigste in Kürze: Mehr Kosten vor Ort, entspanntere Einreise als gedacht
Wer kurzfristig in die Toskana reist, muss 2026 zwei große Änderungen kennen: Erstens sind die Touristensteuern in ganz Italien – und damit auch in Florenz und den toskanischen Gemeinden – erheblich gestiegen. Zweitens sorgt das europäische Reisegenehmigungssystem ETIAS für Verwirrung: Offiziell war der Start für das vierte Quartal 2026 geplant, doch Insider und Medienberichte deuten darauf hin, dass sich der Pflichtstart für Nicht-EU-Reisende wohl bis 2027 verzögert. Für dein spontanes Toskana-Abenteuer bedeutet das: Etwas mehr Geld für die Bettsteuer einplanen – aber entspannt einreisen, ohne vorab online ein ETIAS beantragen zu müssen.
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Italiens neue Kurtaxe: Bis zu 12 Euro pro Nacht – auch in der Toskana
Die sogenannte imposta di soggiorno, also die kommunale Touristensteuer, war lange ein überschaubarer Posten im Reisebudget. Das hat sich 2026 grundlegend geändert. Die Kurtaxe in Italien erreicht 2026 neue Höchststände und wird für viele Urlauber zur spürbaren Zusatzbelastung: Bisher durften Gemeinden maximal fünf Euro pro Nacht und Person verlangen, doch ab 2026 erweitert die italienische Regierung den Rahmen drastisch – normale Kommunen können die Touristensteuer auf bis zu sieben Euro pro Nacht anheben.
Für kulturell bedeutende Städte wie Florenz gilt ein noch höherer Rahmen: In Städten mit bedeutendem kulturellem Erbe wie Rom, Venedig und Florenz kann die Abgabe sogar bis zu zwölf Euro pro Nacht betragen. Das trifft Toskana-Reisende direkt, denn Florenz ist nicht nur die Hauptstadt der Region, sondern auch das beliebteste Eingangstor für Kurzurlauber, die von dort aus Siena, den Chianti oder die Cinque Terre erkunden.
Wichtig zu wissen: Die imposta di soggiorno ist eine gesetzlich verankerte kommunale Abgabe in Italien. Du zahlst sie pro Person und Nacht direkt an deinen Beherbergungsbetrieb, der das Geld dann an die Gemeinde weiterleitet. Eine Weigerung ist nicht möglich, da der Betrieb gegenüber der Gemeinde haftet – auch wenn du nicht zahlst.
Als grobe Orientierung gilt für deine Urlaubsplanung: Im Jahr 2026 variiert die Touristensteuer in Italien zwischen 1 und 10 Euro pro Nacht und Person – je nach Ort und Unterkunftskategorie. Wer eine Woche zu zweit in einem Vier-Sterne-Hotel übernachtet, kann also schnell 30 bis 50 Euro extra einplanen müssen. Bei einem Lastminute-Trip für zwei Personen in einem Florentiner Vier-Sterne-Haus für sieben Nächte können so schnell 60 bis 80 Euro zusätzlich anfallen – Kosten, die auf keiner Buchungsseite automatisch enthalten sind.
Die imposta di soggiorno wird von den meisten Buchungsportalen und Reiseveranstaltern separat ausgewiesen und ist vor Ort zu entrichten. Plane diesen Betrag also immer als Bargeld-Reserve ein – oder frage bei der Buchung explizit nach, ob die Kurtaxe bereits inkludiert ist.
Die Steuer ist zweckgebunden: Die Einnahmen finanzieren Maßnahmen für den lokalen Tourismus, von der Wartung der Infrastruktur bis zur Vermarktung der Region. Gesetzlich ist festgelegt, dass 70 Prozent der Mittel für touristische, ökologische und städtische Sicherheitszwecke verwendet werden müssen. Theoretisch profitierst du also selbst davon – in Form besser gepflegter Sehenswürdigkeiten und saubererer Straßen in Florenz und den kleinen toskanischen Perlen.
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Boom trotz Mehrkosten: Die Toskana boomt wie nie
Die höheren Abgaben schrecken offenbar kaum jemanden ab. Ein Paradox, das selbst Tourismusexperten verblüfft: Während Italien mit Airbnb-Verboten in Florenz, Eintrittsgebühren in Venedig und Touristensteuern von bis zu zwölf Euro pro Nacht gegen den Overtourism ankämpft, stürmen 2026 mehr Urlauber ins Land als je zuvor.
Über 100 Millionen Übernachtungen prognostiziert Tourismusministerin Daniela Santanché allein für die ersten vier Monate des Jahres. Von Südtirol über die Toskana bis nach Apulien verzeichnen Unterkünfte Buchungszahlen, die selbst die Betreiber überraschen. Besonders deutsche, französische und Schweizer Reisende treiben den Boom an.
Für dich als Lastminute-Reisender heißt das: Frühzeitig buchen zahlt sich aus. Wer spontan in die Toskana reisen möchte, findet zwar noch Angebote – sollte aber damit rechnen, dass gerade Florenz und die bekannten Weinregionen rund um Siena und San Gimignano in der Hochsaison ausgebucht sein können. Lastminute-Angebote für die Toskana auf travelscout24.de zeigen dir tagesaktuelle Verfügbarkeiten.
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ETIAS 2026: Großer Start, unsanftes Erwachen – was gilt jetzt wirklich?
Das zweite große Reisethema betrifft vor allem Nicht-EU-Bürger aus visabefreiten Ländern wie der Schweiz, dem Vereinigten Königreich, den USA, Kanada oder Australien: das europäische Einreisegenehmigungssystem ETIAS (European Travel Information and Authorisation System). Monatelang lautete die offizielle Ansage: Start im vierten Quartal 2026. Doch die Realität sieht inzwischen anders aus.
Der Start des neuen europäischen Reisegenehmigungssystems ETIAS könnte sich weiter verzögern, nachdem der „chaotische Rollout“ des EES-Grenzprüfsystems den Reiseverkehr ins EU-Ausland erheblich gestört hat. Der Start von ETIAS, einem neuen Online-System zur Vorabgenehmigung der Einreise in die EU, soll sich laut Financial Times bis 2027 verschieben.
eu-LISA, die EU-Agentur, die ETIAS entwickelt, hat demnach offenbar den Schluss gezogen, dass ein Start im Jahr 2026 nicht mehr realisierbar ist – drei mit den Gesprächen vertraute Personen kommen zu demselben Ergebnis. Eine Person bezeichnete einen Start noch in diesem Jahr als „illusorisch“. Andere EU-Beamte sind weniger pessimistisch und gehen davon aus, dass die Verzögerung allenfalls ein weiteres Quartal oder einen Monat beträgt.
Der Grund für die Probleme liegt nicht primär bei ETIAS selbst: Die Verzögerung geht auf das Entry/Exit System (EES) zurück, das ETIAS vorausgehen muss. Die Probleme beim EES-Rollout haben auch ETIAS zurückgeworfen. Eine mit den Gesprächen vertraute Person verwies auf „noch einige IT-Probleme“ mit ETIAS und argumentierte, das EES solle erst stabilisiert werden, bevor ein weiteres System eingeführt wird, das die Warteschlangen noch weiter verlängern könnte.
Die Leitung von eu-LISA plant, im September zusammenzutreten, um einen überarbeiteten Zeitplan zu beschließen. Diese Entscheidung wird mitbestimmen, wann – oder ob – die Europäische Kommission einen neuen Starttermin bekanntgibt.
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Was bedeutet das konkret für deinen Toskana-Lastminute-Trip?
Für deutsche Reisende, die als EU-Bürger in die Toskana reisen, ändert sich durch ETIAS ohnehin nichts: EU-Bürger und Angehörige des Europäischen Wirtschaftsraums, Schweizer Staatsangehörige sowie Inhaber einer Daueraufenthaltsgenehmigung in Schengen-Ländern brauchen kein ETIAS. Das System richtet sich ausschließlich an Reisende aus visabefreiten Drittstaaten.
Falls du gemeinsam mit Freunden aus dem Nicht-EU-Ausland – etwa aus der Schweiz, dem Vereinigten Königreich, den USA oder Australien – in die Toskana aufbrechen möchtest, gilt derzeit: Noch ist keine Aktion erforderlich. Aktuell muss niemand tätig werden – das Antragsportal existiert noch gar nicht. Wer eine Website sieht, die bereits heute ETIAS-Genehmigungen verkauft, hat es mit einem Betrug zu tun. Die Bewerbung sollte ausschließlich über die offizielle ETIAS-Website (travel-europe.europa.eu) oder die offizielle Mobile-App erfolgen, sobald das System öffnet.
Falls ETIAS tatsächlich noch 2026 startet, gilt zudem eine großzügige Übergangsfrist: Wenn ETIAS live geht, gibt es eine sechsmonatige Übergangsphase. In dieser Zeit sollten Reisende zwar eine ETIAS-Genehmigung haben, werden aber nicht zurückgewiesen, wenn sie alle anderen Einreisebedingungen erfüllen. Die „Gnadenfrist“ endet rund um April 2027, wenn ETIAS zur Pflichtbedingung beim Boarding wird.
Wer also jetzt spontan eine Lastminute-Reise in die Toskana bucht, muss sich um ETIAS keine Gedanken machen – weder als EU-Bürger noch (Stand heute) als Schweizer, Brite oder Amerikaner.
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EES läuft – und verursacht noch Warteschlangen
Das Vorgängersystem von ETIAS – das Entry/Exit System (EES) – ist hingegen bereits aktiv. Das EES wurde im April 2026 im gesamten Schengen-Raum vollständig in Betrieb genommen. Es ersetzt Passstempel für die meisten Nicht-EU-Reisenden durch ein digitales System, das Ein- und Ausreisen zusammen mit biometrischen Daten wie Fingerabdrücken und Gesichtsbildern erfasst. Das System soll die Grenzsicherheit stärken, Visa-Überzieher identifizieren und das externe Grenzmanagement optimieren.
Die Einführung verlief jedoch holprig: Die Einführung verlief uneinheitlich. Technische Probleme und eine schleppende Umsetzung haben kurz vor der Hauptreisezeit an einigen Flughäfen und Landgrenzübergängen zu langen Warteschlangen geführt. Wer mit einem Nicht-EU-Pass nach Florenz oder Pisa fliegt, sollte deshalb mehr Zeit am Flughafen einplanen – besonders bei der Einreise.
Für EU-Bürger mit deutschem, österreichischem oder anderen EU-Pässen gilt: Das EES betrifft euch beim Einchecken nicht direkt. Ihr passiert die Grenzkontrolle weiterhin auf dem gewohnten Weg. Trotzdem können verlängerte Warteschlangen bei Nicht-EU-Schaltern auch die Gesamtabfertigung verlangsamen – also lieber mit etwas Puffer zum Flughafen.
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Praktische Tipps für deinen Lastminute-Urlaub in der Toskana
So bereitest du dich optimal vor:
- Kurtaxe als Barzahlung einplanen: Die Touristensteuer wird meist direkt bei der Unterkunft in bar kassiert. Rechne bei einem 4-Sterne-Hotel in Florenz mit bis zu 12 Euro pro Person und Nacht – für zwei Personen und sieben Nächte also bis zu 168 Euro extra.
- Buchungsbestätigung prüfen: Frag beim Anbieter nach, ob die Kurtaxe bereits im Preis enthalten ist oder separat anfällt. Auf Pauschalreisen in die Toskana ist sie häufig noch nicht inkludiert.
- EU-Bürger brauchen kein ETIAS: Deutsche, Österreicher und alle anderen EU-Reisenden sind vom ETIAS ausgenommen – keine Vorbereitung nötig.
- Nicht-EU-Bürger abwarten: Das offizielle Antragsportal existiert noch nicht. Kein Geld an Drittanbieter zahlen – das sind Betrüger.
- Mehr Zeit am Flughafen einplanen: Das EES sorgt an einigen Schengen-Grenzen noch für Verzögerungen. Großzügig planen, vor allem bei Anschlussflügen.
- Frühzeitig buchen: Die Toskana erlebt 2026 Rekord-Buchungszahlen. Lastminute-Deals sind noch verfügbar, werden aber schnell knapper.
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Häufige Fragen zur Toskana 2026
Wie hoch ist die Touristensteuer in Florenz 2026?
In Florenz können als Stadt mit bedeutendem kulturellem Erbe bis zu 12 Euro pro Person und Nacht fällig werden. Der genaue Betrag hängt von der Unterkunftskategorie ab. Die Steuer wird direkt bei der Unterkunft kassiert und ist nicht in den meisten Online-Buchungspreisen enthalten.
Müssen EU-Bürger für die Toskana ein ETIAS beantragen?
Nein. ETIAS gilt ausschließlich für Reisende aus visabefreiten Nicht-EU-Ländern, wie z. B. Großbritannien, USA, Kanada oder Australien. Deutsche, Österreicher und alle anderen EU-Bürger sind davon ausgenommen und reisen wie gewohnt ein.
Wann startet ETIAS wirklich?
Offiziell war Q4 2026 geplant, doch laut Berichten des Financial Times und mehrerer EU-Insider ist ein Start 2026 kaum noch realistisch. Insider gehen von frühestens April 2027 als echtem Pflichttermin aus. Das eu-LISA-Gremium trifft sich im September, um einen überarbeiteten Zeitplan zu beschließen. Bis zur offiziellen EU-Ankündigung ist keine Aktion erforderlich.
Was ist der Unterschied zwischen EES und ETIAS?
Das EES (Entry/Exit System) ist bereits seit April 2026 in Betrieb und erfasst bei der Grenzüberquerung biometrische Daten von Nicht-EU-Reisenden. ETIAS ist ein vorgelagertes Online-Antragsystem, das vor der Abreise ausgefüllt werden muss – ähnlich dem US-ESTA. ETIAS setzt das funktionsfähige EES voraus und ist daher noch nicht gestartet.
Wo gibt es günstige Lastminute-Angebote für die Toskana?
Auf travelscout24.de/lastminute/italien/toskana/ findest du tagesaktuelle Lastminute-Deals für die Toskana. Alternativ lohnt sich auch ein Blick auf Pauschalreisen in die Toskana – oft inklusive Flug und Hotel zu attraktiven Gesamtpreisen.
Gilt die Touristensteuer auch für Kinder?
Die Regelungen variieren je nach Gemeinde. In vielen Städten der Toskana sind Kinder bis zu einem bestimmten Alter (häufig unter 10 oder unter 14 Jahren) von der Kurtaxe befreit. Frag bei deiner Unterkunft nach den genauen Konditionen vor Ort.
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