Globale Hotelpreise steigen an

Mittwoch, 10. Oktober 2012 | Kategorie: Allgemein, International

trend-steigend

Globale Hotelpreise steigen an

Der weltweite Tourismusmarkt zeigt sich erholt. Im den ersten sechs Monaten diesen Jahres stiegen die durchschnittlichen Preise für ein Hotelzimmer gegenüber 2011 um vier Prozent an – unabhängig von der jeweiligen Währung. Dies berichtet das Nachrichtenportal pressetext. Es sei das erste Mal seit Jahren, dass die Preise wieder anziehen, berichtet Florian Russ, Marketingdirektor von Hotels.com D/A/CH gegenüber pressetext.

Pazifik und Nordamerika obenauf

Besonders vielversprechend sei die Situation in der Pazifik-Region mit sechs Prozent und in Nordamerika mit fünf Prozent Preissteigerung. „Die Neuigkeiten aus Europa – mit einem Preisanstieg von einem Prozent – sind allerdings nicht so rosig“, sagte Russ. In den letzten Jahren seien die Preise immer wieder von äußeren Einflüssen wie zum Beispiel Naturkatastrophen oder politisch instabilen Situationen gedrückt worden. „So sind die Hotelpreise in Athen um acht Prozent gefallen. Konkurrenz des griechischen Marktes sind Nordafrika, da sich dort die politische Lage stabilisiert hat“, sagt der Experte. Griechenland ist für Bucher aufgrund des Preisverfalls wieder eine attraktive Destination.

Großveranstaltungen sorgen für Plus

Der aktuelle Hotelpreisindex HPI besagt zudem, dass in Dubai die Hotelpreise um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Dies sei vor allem auf die zahlreichen Besucher aus Russland und den anderen arabischen Staaten zurückzuführen. Auch die diesjährigen Riesenevents wie Fußball-Europameisterschaft und Olympische Spiele taten ihr Übriges. Für die zweite Jahreshälfte ist eine Prognose schwierig: „Es gibt zu viele externe Faktoren, die die Entwicklung verändern“, sagt Russ. 2013 werde sehr spannend: schließlich stehen dann lange nicht so viele Großveranstaltungen auf dem Plan.

Ein Kommentar
NAC eye drops am 22. November 2012 um 1:14 Uhr

Wien ist mit einem Rückgang der Zimmerpreise um vier Prozent – auf 96 Euro pro Zimmer pro Nacht – ein gutes Beispiel dafür, dass Neueröffnungen mit aggressiver Preispolitik die Preise nach unten drücken. Engpässe im Hotelangebot sorgen immer dafür, dass die Preise vor allem in boomenden Destinationen stark nach oben gehen. Ein solches Beispiel ist Rio de Janeiro mit einem Preisanstieg von 24 Prozent. Auch Ägyptens Hauptstadt Kairo, das 2011 einen rasanten Preissturz verzeichnete, gehört mit 14 Prozent zu den starken Gewinnern und scheint bei den Gästen voll im Trend zu liegen.

Ein Kommentar hinterlassen

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.