Feste in der Bretagne sind Weltkulturerbe

Dienstag, 12. März 2013 | Kategorie: Allgemein, Events & Feiern, International

In der französischen Region Bretagne nennt man die nächtlichen Volksfeste „Fest-Noz“. Von der UNESCO wurden mehr als 1.000 von ihnen zum Weltkulturerbe ernannt. Die wörtliche Übersetzung lautet übrigens „gesellige Feste mit Spiel und Tanz bei Nacht“. In der bretonischen Festival-Kultur sind die Feiern fest verankert, berichtet der „Tourismusverband der Bretagne“ in einer Pressemeldung.

Moderne Einflüsse

Die alten Traditionen weisen mittlerweile auch moderne Einflüsse auf. Die Anzahl der Tanzfeste pro Jahr wird in der Region in Frankreich auf insgesamt rund 1.000 geschätzt. Irgendwo wird eigentlich an jedem Wochenende ein Fest-Noz gefeiert. Manchmal sind es gleich mehrere Dörfer und Städter. Das größte Fest seiner Art ist das Yaouank in Rennes. In diesem Jahr findet es vom 4. bis 23. November statt. Erwartet werden circa 6.000 feierwütige Bretonen und Touristen.

Immaterielles Weltkulturerbe

Tausende Musiker tanzen hier jedes Jahr bis zum Morgengrauen. Neben traditionellen bretonischen Klängen gibt es auch Rock, Jazz und Electro aus aller Welt zu hören. Hier treffen beispielsweise bretonische Sackpfeifen auf E-Gitarren und afrikanische Percussions. Mit dem Titel „immaterielles Weltkulturerbe“ würdigt die UNESCO lebendige Ausdrucksformen der kulturellen Vielfalt unserer Welt. Darunter fallen Tanz und Theater, mündliche Literaturformen, Sprachen und Musik sowie Handwerkstraditionen. Bis dato stehen rund 230 Bräuche in 86 Ländern auf der Liste des Weltkulturerbes.

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