Die türkische Riviera:
5 Geheimtipps zum Entdecken
Dienstag, 26. Mai 2026 | Kategorie: Kunst & Kultur, Sehenswürdigkeiten, Strand
Im Sommer zieht es zahlreiche Touristen nach Antalya. Das Gleiche gilt für Bodrum. Entsprechend denken die meisten bei einem Urlaub an der türkischen Küste meist sofort an riesige Hotelburgen und vollgepackte Strände. Das muss aber nicht sein. Die türkische Riviera erstreckt sich über Hunderte Kilometer. Hier kannst du ebenso zahlreiche versteckte Orte finden.

Entdecke die türkische Riviera.
Das erwartet dich abseits der großen Touristenhochburgen
Der Weg abseits der Hauptstraßen lohnt sich. Plötzlich verschwinden die riesigen Bettenburgen. Die Küstenstraße wird schmaler und kurviger, was schon ein Erlebnis für sich ist. Genau hier beginnt das echte Leben an der Küste. Fernab von den typischen Touristenorten. Nachfolgend stellen wir dir fünf Orte vor, die du unbedingt besuchen solltest.
1. Kaş
Kaş liegt eingerahmt zwischen den Bergen und dem Mittelmeer. Hier fehlt für riesige Hotelanlagen schlicht der Platz. Aber es mangelt trotzdem nicht an schönen Hotels. Das ist ein absoluter Glücksfall für die Region und der Grund dafür, weshalb Kaş ein echter Geheimtipp ist.
Große Sandstrände gibt es hier direkt im Ort eher weniger. Stattdessen springst du einfach direkt über kleine Badeplattformen direkt ins Wasser. Viele Hotels haben diese Plattformen an den eigenen Stränden. Mit kurzer Fahrzeit kannst du aber auch traumhafte Sandstrände erreichen.
2. Kaleköy und Kekova
Auf dem Landweg kommst du gar nicht erst hin. Kaleköy ist nur per Boot oder über einen holprigen Fußpfad erreichbar. Oben siehst du schon vom Wasser aus eine beeindruckende Burgruine, unten schaukeln kleine Boote im Meer.
Hier kannst du dir einen Kajak mieten oder einfach eine Fahrt auf einem der traditionellen Holzboote buchen. Das Ziel ist die Insel Kekova. Ein Erdbeben ließ im zweiten Jahrhundert eine komplette antike Stadt im Meer versinken.
Heute gleitest du langsam über Treppenstufen und Hausmauern hinweg, die knapp unter der Wasseroberfläche liegen. Der Anblick ist einzigartig und für viele ein absolutes Highlight im Urlaub. Schwimmen ist aber direkt über den Ruinen verboten, um die Steine zu schützen.
3. Arykanda
Arykanda liegt gut versteckt im Gebirge. Auf fünf Terrassen bauten die Lykier diese Stadt in einen steilen Hang. Ein Amphitheater mit Blick auf ein tiefes Tal. Überreste alter Badehäuser kannst du hier hautnah entdecken. Das Beste daran ist aber, dass du oft hier völlig allein bist.
Du kannst über Felsen klettern, die verblichenen Inschriften lesen und du hörst nur die Zikaden. Ticket-Chaos ist hier absolut nicht angesagt. Ebenso wirst du keine Tourbusse auf dem Parkplatz finden.
4. Kabak-Bucht
Zur Kabak-Bucht führt eine unbefestigte Schotterpiste. Aber Achtung: Der Weg nach unten testet deine Nerven. Normale Autos haben hier keine Chance. Wenn du also runter an den Strand möchtest, läufst du entweder eine gute halbe Stunde zu Fuß durch den Wald oder nimmst einen speziellen Minibus der Einheimischen.
Unten wartet dann feiner Kies und absolute Ruhe. Hier gibt es einfache Holzbungalows, Hängematten und kleine Strandbars. Falls du also den steilen Rückweg scheust, bleib einfach über Nacht dort und genieße den Ort etwas länger.
5. Kalkan
Kalkan war früher ein wichtiges Handelszentrum. Mittlerweile ist es ein ruhiger Ort. Er wirkt etwas exklusiver als Kaş. Das eigentliche Erlebnis verbirgt sich hier in den Seitenstraßen. Kleine Lokantas reihen sich aneinander, Familienbetriebe.
Auf den Tisch kommt das, was die Fischer morgens gebracht haben. Gegrillte Dorade. Viel Knoblauch. Frisches Olivenöl. Dazu Meze, also kalte Vorspeisen wie Auberginenpüree oder scharfe Tomatenpaste. Du isst auf Dachterrassen und kannst nebenbei die Sonne langsam hinter den Hügeln verschwinden sehen.
So organisierst du deinen Trip an der Küste
Spontan losfahren klappt natürlich auch. Mit ein wenig Vorbereitung wird deine Reise aber deutlich entspannter. Vor allem, wenn du die ausgetretenen Pfade verlässt und deinen Urlaub abseits der typischen Touristenorte verbringen möchtest.
Die beste Reisezeit
Juli und August sind heiß. Temperaturen weit über 35 Grad machen Ausflüge fast schon zur Qual. Zudem haben in diesem Zeitraum viele Einheimische selbst Urlaub. Falls du kannst, weiche auf Mai, Juni oder den späten September aus. Das Wasser ist auch in dieser Zeit warm. Die Nächte kühlen angenehm ab. Und die Preise für Übernachtungen in den Hotels und Pensionen sind oftmals deutlich günstiger.
Wie du auch an den abgelegenen Orten navigieren kannst
Ein Mietwagen ist fast schon Pflicht, wenn du wirklich flexibel sein möchtest. Nur so erreichst du auch die abgelegensten Orte. Schilder sind aber oft nicht vorhanden. Gerade die kleinen Zufahrten zu verlassenen Stränden sind selten ausgeschildert.
Eine Navigations-App auf dem Handy ist deshalb wirklich Gold wert. Aber die Türkei gehört nicht zum EU-Roaming. Daher können die mobilen Internetgebühren für normale Verträge sofort durch die Decke schießen.
Um dein Smartphone ohne diese Kostenfalle zu nutzen, ist ein wenig Vorbereitung wichtig. Hole dir einfach vorab einen passenden Datentarif für deine eSIM im Türkei-Urlaub und vermeide eine horrende Handyrechnung. Außerdem kannst du so einfach über deine Karten-App navigieren und auf stundenlanges Suchen nach dem richtigen Weg verzichten.
Fazit: Die türkische Riviera ist viel mehr als Antalya und Bodrum
Falls du bisher noch unsicher warst, ob dir die überfüllten Orte der türkischen Riviera gefallen werden, keine Sorge. Du musst nicht unbedingt in Antalya oder Bodrum Urlaub machen. Es gibt so viele traumhafte kleine Orte entlang der Küste. Schau dir einfach einmal unsere vorgestellten Geheimtipps an und vielleicht ist ja auch für dich ein passender, ruhiger Ort für deine nächste Reise dabei.