Die USA: Auch kulinarisch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Fantastische Landschaften von Wüste bis Meer. Weltstädte und Glitzermetropolen und Tausende Kilometer unberührte Natur. Vielfalt in Kultur genauso wie kulinarisch: Das sind nur einige der vielen Gesichter der Vereinigten Staaten von Amerika. Das endlos weite Land bietet unzählige Möglichkeiten und ist nach wie vor ein Sehnsuchtsort für viele, die dem Motto des Sinatra-Songs folgen „If I can make it there, I’ll make it anywhere“- wenn ich es hier schaffen kann, schaffe ich es überall.

Die Geschichte und Entwicklung der USA ist geprägt von den vielen Einwanderern, die jahrhundertelang aus allen Teilen der Welt in das weite Land kamen und hier ihr Glück suchten. Auch in der Küche Amerikas hinterlassen Einflüsse aus Europa, Lateinamerika und Asien nach wie vor ihre Spuren. Doch es gibt auch einige traditionelle Gerichte aus der Zeit der ersten Siedler. Es lohnt sich also, bei einer kulinarischen Reise durch die USA einen Blick in die Kochtöpfe von New York bis Seattle zu werfen und die vielen interessanten Gerichte Nordamerikas zu entdecken.

Kulinarische-reisen - usa

Von Hummern, Bohnen und Floribbean Cuisine – der Nord- und Südosten

Beginnt man seine Reise im Nordosten des Kontinents, fällt dem Feinschmecker in Bundesstaaten wie Maine oder New Hampshire bald auf, dass dort nicht nur viele Städte britische Namen tragen. Auch die Küche wurde von den ersten Siedlern geprägt, die im 17. Jahrhundert die Gegend besiedelten. Typische Neuengland-Gerichte ist beispielsweise das New England Boiled Dinner, ein Eintopf mit geschmortem Rindfleisch und Gemüse. Auch Baked beans, gebackene Bohnen, Toast und Rührei werden hier gerne gegessen. Mit ihrer Lage am Nordatlantik verfügen die Bundesstaaten im Nordosten außerdem über Fisch- und Meeresfrüchtespezialitäten wie Hummer, Muscheln und Schwertfisch, es gibt unzählige Varianten dieser Köstlichkeiten, die man als Sandwich, gebraten, gekocht oder gegrillt in vielen Restaurants des Nordostens bekommt.

Verlässt man Neuengland Richtung Süden, stößt man in den Bundesstaaten Virginia, North und South Carolina und Georgia auf neue Genüsse. Zusammen mit Tennessee, Alabama, Mississippi und Arkansas bilden diese Bundesstaaten die Südstaatenküche. Die Küche der Südstaaten, die ursprünglich größtenteils von Afroamerikanern aus der Not entwickelt wurde, wird auch Soul Food genannt. Ursprünglich verbreitet war Geflügelzucht mit Hühnern und Truthähnen sowie der Anbau von Mais, Kürbissen und Bohnen. Die Ureinwohner pflanzten Tomaten, Auberginen und Chilis. Als die ersten Siedler in der Region ankamen, brachten sie Rinder, Kohl und Getreidesorten mit. Durch den Sklavenhandel, der vor allem im Süden stark verbreitet war, flossen auch Gerichte und Elemente der afrikanischen Küche mit ein, wie z.B. Okraschoten. Gerichte wie Maisbrot und Maisgrütze, Grits genannt, gehören zur Südstaatenküche dazu, genauso wie Relishes und Chutneys, die gerne zu Fleischgerichten serviert werden. Auch Fisch und Meeresfrüchte stehen oft auf der Speisekarte, vor allem Catfish und Austern. Eine typische Beilage im Süden sind Hushpuppies, frittierte Maismehlbällchen und Krautsalat. Oft verwendete Gewürze sind Zimt, Cayennepfeffer, Muskat und Nelken. Gerichte werden gerne frittiert und stark gewürzt.

Ganz unten im Süden, im Sunshine State Florida, entwickelte sich eine ganz eigene Küche, die sogenannte Floribbean Cuisine. Sie spiegelt den Einfluss der vielen Einwanderer aus Lateinamerika wider, die aus Kuba, Mexiko und anderen Staaten des Nachbarkontinents kommen. Floribbean ist eine Wortschöpfung aus den Begriffen Florida und Caribbean (Karibisch) und weist so auf bestimmte Elemente dieser Küche hin: viel Fisch, typische karibische und lateinamerikanische Lebensmittel wie schwarze Bohnen, Reis oder auch Tacos. Hühnchengerichte und Rindfleisch stehen ebenfalls hoch im Kurs und zu den beliebtesten Cocktails zählt der Mojito. Ein gerne in Florida serviertes, typisch kubanisches Gericht ist beispielsweise Ropa Vieja, zu deutsch „alte Kleidung“. Bestellt man diese Spezialität, bekommt man Rindfleisch in kleinen Stücken mit einer kräftigen Soße. Das Fleisch ist entweder in eine Teigtasche gefüllt oder man serviert es zusammen mit schwarzen Bohnen, Reis und Kochbananen.

Natürlich dürfen in Florida Fischgerichte in diversen Variationen sowie Langusten, Schnecken und Austern nicht fehlen. Bei einer kulinarischen Reise dort ist es ein Muss, sich durch die vielen Gerichte mit Langusten, dem Florida Lobster, zu probieren, den man gebraten, gegrillt, als Suppe oder frittiert bekommt. Auch Krabbenbällchen sind eine Delikatesse, die es während der Krabbensaison von Mitte Oktober bis Mai in unzähligen Varianten in ganz Florida gibt.

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Cajun, Steaks und edle Tropfen – der Süden und Südwesten

Ebenfalls zu den Südstaaten gehört Louisiana. Hier gibt es einige Gemeinsamkeiten mit dem Soul Food der anderen südlichen Bundesstaaten, doch in Louisiana entwickelte sich mit der Cajun Küche eine ganz eigene Variante, die stark von den ersten Einwohnern geprägt wurde. Sie kamen aus Frankreich und französische Einflüsse in Kultur und Küche sind bis heute in Louisiana zu spüren. Schließlich wurde der Staat nach dem französischen König Ludwig XIV. benannt und die Metropole New Orleans trägt ebenfalls eine französische Stadt, nämlich Orleans, im Namen. Die Cajun Küche zeichnet sich aus durch würzige Gerichte, oft mit Fisch und Meeresfrüchten oder Hühnchen. Nahezu immer enthalten ist die „Holy Trinity“, die heilige Dreifaltigkeit, nämlich Sellerie, Zwiebeln und grüne Paprika. Ein Klassiker ist beispielsweise Gumbo, Eintopf mit Garnelen, Shrimps, Geflügel, Wurst und Holy Trinity. Dieser Eintopf erhält durch eine Roux, eine dunkle Mehlschwitze, seine typische Farbe und einen ganz speziellen, leicht nussigen Geschmack.

Auch Jambalaya sollte man unbedingt probieren, wenn man in Louisiana essen geht. Das Reisgericht mit Gemüse, Fisch, Fleisch und Meeresfrüchten, das geschmort und oft mit Tabasco oder Chilisoße abgeschmeckt wird, findet man dort an jeder Ecke.Fleischfreunde sollten nach Texas weiterreisen. Hier findet man eine weitere Zutat des Schmelztiegels USA: die Tex-Mex Küche mit großen Einflüssen aus Mexiko. Tacos, Chili con carne und natürlich Rindersteaks stehen auf dem Speiseplan. Hier haben die Cowboys ihre Brandzeichen nicht nur auf den vielen Tausend Rindern hinterlassen; sie prägten auch die texanische Küche, in der man gerne Bohneneintopf, Kartoffeln und Fleisch serviert. Die Texaner können aber nicht nur hervorragendes Fleisch produzieren – mittlerweile zählt der Bundesstaat auch zu den größten Produzenten von amerikanischen Weinen, was man beispielsweise im County Val Verdi in San Antonio sehen kann. In Austin findet außerdem jedes Jahr das „Food and Wine Festival“ statt, bei dem man sich von der Vielfalt und Qualität der texanischen Küche überzeugen kann.

Texas konkurriert beim Wein mit Kalifornien im Südwesten der USA. Doch nicht nur beim Wein hat Kalifornien einiges zu bieten. Kulinarische Highlights gibt es dort zuhauf, und das Motto lautet: Kombinieren ist alles. So entwickelte sich die sogenannte Fusionküche, in der regionale Gerichte mit Zutaten und Rezepten der vielen Einwanderer aus aller Herren Länder zu neuen köstlichen Rezepten verarbeitet wurden. Es ist wohl kein Zufall, dass Starköche wie Wolfgang Puck oder Joachim Splichal, die regelmäßig für den Präsidenten oder bei der Oscar-Verleihung kochen, eingewanderte Wahlkalifornier aus Österreich bzw. Deutschland sind.

Typisch kalifornisch ist, dass man auch in der Küche offen und experimentierfreudig ist. Hier werden Länderküchen zusammengemischt, was Gerichte wie die California Rolls, eine Art Sushi aus Avocados und Krebsfleisch serviert mit Reis, beweisen. Bekannt ist Kalifornien auch und vor allem für seine Weine aus dem Nappa Valley und dem Sonoma Valley.

USA-Essen

Auch im Wilden Westen hervorragend essen – der Norden und Nordosten

Oregon, Washington, Idaho, Alaska und Washington stehen bei vielen USA-Reisenden nicht unbedingt ganz oben auf der Liste. Dabei haben diese Bundesstaaten im Norden und Nordwesten des Landes sowohl landschaftlich und kulturell als auch kulinarisch einiges zu bieten. Washington und Oregon beispielsweise sind bekannt für fantastische Fischgerichte mit Lachs, der hier fangfrisch angeboten und in vielen Variationen serviert wird. Auch für seine Weine ist Washington berühmt, ebenso wie für Gerichte wie Dungeness crab with drawn butter, Pazifikkrabbe mit zerlassener Butter. Oregons fruchtbarer Boden bietet außerdem eine große Auswahl an Obst und Gemüse. Im mittleren Westen der USA, in Chicago im Bundesstaat Illinois, standen früher die meisten Schlachthäuser des Landes. Rindfleisch in jeder Form ist bis heute dort beliebt. Aber auch die Klassiker des Fast Food wie Hotdogs oder Pan Pizza, in der Pfanne gebackene Pizza, haben ihren Ursprung dort.Deftige Spezialitäten wie Hackbraten, Spare Ribs und natürlich Steaks sind Klassiker aus Chicago, es lohnt sich, diese und andere typische Gerichte der Stadt zu probieren.An der Weltstadt New York an der Ostküste kommt wohl kaum ein Besucher vorbei. Schließlich hat die Stadt, die niemals schläft, so viel zu bieten wie kaum eine andere Metropole. Auch kulinarisch gibt es eine unglaubliche Vielfalt, an jeder Ecke kann man nach Herzenslust schlemmen und sich durch die Küchen der Welt probieren. Von chinesisch über italienisch bis hin zu afrikanisch und australisch ist alles geboten und natürlich kommen auch Klassiker wie der berühmte Waldorfsalat bestehend aus Walnüssen, Ananas und Sellerie, der im Luxushotel Waldorf Astoria erfunden wurde, auf den Tisch. Ein beliebtes Dessert ist auch der New York Cheese Cake, ein Käsekuchen mit einem Boden aus Keksen, der in vielen New Yorker Restaurants und Cafés zusammen mit Himbeersoße serviert wird. Und das ist nur eines von vielen typisch amerikanischen Desserts, die ein Menü perfekt abrunden.

Usa - Steak

The best is yet to come oder süße Sünden auf amerikanisch

Auch bei Süßspeisen und Gebäck erkennt man den Schmelztiegel Amerika wieder. Je nach Region und Hintergrund schmeckt man sozusagen die Geschichte eines jeden Bundesstaats und seiner Bewohner. In ganz Amerika, aber vor allem an der Ostküste, sind Obstkuchen, die sogenannten Pies, sehr beliebt, und der Spruch „as American as apple pie“, übersetzt etwa „so amerikanisch wie es nur geht“ bzw. „typisch amerikanisch“, zeigt, wie gerne man dort Apfel-, Kirsch und Kürbiskuchen isst. Floridas beliebter Key Lime Pie beispielsweise gilt seit 2006 als „offizieller Kuchen des Staates Florida“. Er enthält Limettensaft aus Früchten aus den Keys, der zusammen mit Ei, Zucker und Kondensmilch verrührt, auf einen Tortenboden verteilt und gebacken wird.Die Kondensmilch wird verwendet, da man früher im warmen Florida nur wenig Kühlmöglichkeiten für frische Milch hatte.In den Südstaaten serviert man außerdem gerne Mississippi Mud Pie, einen mächtigen, dunklen Schokoladenkuchen mit geschmolzenen Marshmallows oder warmen Bananenpudding, den Alabama Banana Pudding. Die auch bei uns sehr beliebten Muffins und Brownies haben ebenfalls ihren Ursprung in den USA und werden dort im ganzen Land in unzähligen Variationen serviert, genauso wie Donuts, die es mit Schokolade, Zuckerguss und Schokostreuseln aller Art gibt. Sie werden gerne als süßer Snack zwischendurch oder morgens gegessen und sind ebenso typisch wie ein Klassiker der amerikanischen Küche, der mit einem Grillabend in Deutschland nicht vergleichbar ist – das Barbecue.

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Das Barbecue als Inbegriff der amerikanischen Küche

An Feiertagen und Wochenenden gibt es für viele Amerikaner nur eins, wenn es ums Essen geht: Barbecue. Diese Zubereitungsart mit grillen zu übersetzen, ist nicht ganz richtig, denn beim Barbecue geht es darum, Fleisch, Fisch und co. indirekt zu garen. Das Essen wird in einem geschlossenem Behälter gleichzeitig geräuchert und gegart und schmeckt darum ganz anders als die hierzulande gegrillten Würstchen beim Grillabend zuhause.Je nach Region, sogar je nach Familie, gibt es andere Varianten für die perfekten Spare Ribs, Steaks und Burger bei einem Barbecue.

Texanische Barbecues zeichnen sich beispielsweise durch Marinaden und Saucen mit einem Raucharoma und Ketchup aus, während man in Louisiana gerne mit Apfelessig und Chili arbeitet. Kalifornien setzt auch beim Barbecue auf Fusionküche und mariniert Fleisch und Fisch mit Soja- und Teriyakisoße, die Beilagen variieren. Beliebt sind Coleslaw, Krautsalat, gebackene Kartoffeln, im Süden auch Süßkartoffeln, sowie Maisbrot oder Tacos und Maiskolben. Ein typisches Barbecue kann sich über Stunden hinziehen und auf den Grill kommt so ziemlich alles, was man sich nur vorstellen kann. Dazu genießen die Amerikaner gerne ein Bier oder auch Wein, einen Cocktail oder Bourbon.

Usa - Barbecue

Eine Küche so vielfältig wie das Land

Meeresfrüchte und dicke Steaks, würzige Soßen und edler Wein, leichte Sommerküche und deftiges Fast Food – all das und mehr ist die Küche der USA. So vielfältig und abwechslungsreich wie das Land sind seine Gerichte, die genauso wie Amerika von seinen Menschen und ihren vielen Herkunftsländern geprägt und beeinflusst wurden. Bei einer kulinarischen Reise durch die USA unternimmt man also eigentlich eine Reise durch die vielen Küchen dieser Welt, die aber trotz allem den American Way of Life widerspiegeln und mit Raffinesse und einem eigenen Stil überzeugen.

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