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Ein Land voller Genüsse – Italien und seine Küche entdecken

Von New York bis Nairobi, von London bis Lissabon – auf der ganzen Welt ist die italienische Küche beliebt und bekannt. Pizza, Pasta und Italiens Weine haben Fans überall, doch nirgendwo wird die Küche des Landes so zelebriert wie in Italien selbst. Für die meisten Italiener ist ein ausgiebiges Essen mit mehreren Gängen im Kreis von Familie und Freunden nach wie vor wichtig und nicht nur an Feiertagen sitzt man zusammen und genießt, was Italiens Küche weltweit so beliebt macht.

Auch wenn Spaghetti und co. natürlich die Aushängeschilder der italienischen Küche sind: das Land am Mittelmeer hat noch viel mehr zu bieten! Die verschiedenen Regionen tischen vielfältige Genüsse auf und die Palette reicht von den deftigen Spezialitäten Südtirols bis zu mediterranen Fischgerichten in Sizilien. Bei einer Reise nach Italien kommen nicht nur Badeurlauber und Geschichtsinteressierte auf ihre Kosten. Auch für Gourmets und Freunde eines edlen Tropfen ist das Land, in dem die Zitronen blühen, eine Topadresse.

Der Stiefel bietet vom Schaft bis zur Spitze Gaumenfreuden

Italiens Lage zwischen den Alpen im Norden und dem Mittelmeer und die dadurch so unterschiedlichen Regionen sorgen für eine unglaubliche Vielfalt in den verschiedenen Regionen und Provinzen. Wer im Norden in Südtirol seine kulinarische Reise durch Italien beginnt, genießt die einfache, aber dennoch köstliche Küche der Bergbewohner, die seit Jahrhunderten das Beste aus der bergigen, wilden Natur herausholen. Südtiroler Spezialitäten wie Schüttelbrot und Speck zeugen vom einfachen, oft harten Leben der Bauern, weshalb die Küche zur cucina povera, der „armen Küche“ der Bauern gezählt wird. Ähnliches gilt im Übrigen auch für die sizilianische Küche.

Doch das bedeutet nicht, dass die Südtiroler keine Genüsse zaubern, im Gegenteil. Wer schon einmal im Trentino, im Friaul oder im Aostatal Gerichte wie Schlutzkrapfen, Speckknödel oder Südtiroler Apfelstrudel probieren konnte, weiß, wie fantastisch die vermeintliche „Armenküche“ schmeckt. Auch beim Wein kann der Norden Italiens punkten, schließlich kommen von dort Qualitätstropfen wie Gewürztraminer und Vernatsch. Setzt man seine Reise fort, warten in Venetien, der Lombardei und dem Piemont weitere kulinarische Highlights.

Italienische Delikatessen nach Regionen

Im Piemont wachsen weiße Trüffel, die nicht nur in Italien zu den absoluten Delikatessen zählen. Hier wird viel mit Rind, Kalb und Schweinefleisch gekocht und Schmorgerichte wie Bollito misto aus verschiedenen Sorten Fleisch kommen gerne auf den Tisch. Pasta gehört natürlich immer dazu und eine regionale Spezialität ist Bagna Cauda, ein Gemüsefondue, zu dem man eine Soße aus Sardellen und Knoblauch serviert.

Die Lombardei bringt u.a. aus ihrer Hauptstadt Mailand das berühmte Risotto Milanese mit ein und auch die Kalbshaxe Ossobucco kommt von dort. Außerdem genießt man hier gerne Fischspezialitäten aus dem Comer See und dem Lago Maggiore und Käsesorten wie Gorgonzola und Mascarpone sind hier beheimatet.

Im Friaul ist die Heimat der Polenta, dem Maisgrieß, der gerne zu Schmorgerichten serviert wird. Venetien punktet mit Insalata di frutti di mare, Salat aus Meeresfrüchten, und dem bekannten Gericht Risi e bisi, Reis mit Erbsen.

Auch in Ligurien im Nordwesten steht Fisch ganz oben auf dem Speiseplan, schließlich liegt die Provinz am Golf von Genua. Gerne serviert man Thunfisch in verschiedenen Variationen von gegrillt bis gebraten und auch Austern, Muscheln und andere Meeresfrüchte kommen auf den Tisch. Namensgeber für eine weitere ligurische Spezialitäten war die Hafenstadt Genua, in der das berühmte Pesto alla genovese aus Basilikum, Parmesan, Pinienkernen und Knoblauch erfunden wurde. Berühmt vor allem für die Weine sind die Regionen Emilia Romagna und die Toskana, doch auch mit ihrer Küche muss sich die Mitte Italiens keineswegs verstecken, im Gegenteil. Die Provinzen gelten als kulinarische Schatzkammern und bieten eine riesige Vielfalt an diversen Köstlichkeiten, von Pastasorten wie Tortellini und Lasagne über Parmaschinken bis zum Aceto Balsamico, der als Delikatesse verkauft wird und oft teurer ist als so mancher Wein. Wild, Kaninchen und Soßen wie die berühmte Bolognese stehen hier auf den Speisekarten.

Die Toskana ist eine der beliebtesten Urlaubsziele für Italienurlauber und nicht nur landschaftlich und klimatisch begeistert die Region im Westen des Landes. Doch nicht immer erlebte die Provinz gute Zeiten und diese frühere Armut spiegelt sich auch in vielen Gerichten wieder, bei denen mit wenigen und einfachen Zutaten köstliche Gaumenfreuden entstehen. Geflügel und Lamm stehen oft auf dem Speiseplan und ein typisches toskanisches Gericht ist Pollo in umido, Huhn mit Kräutern wie Rosmarin, Thymian, Knoblauch, Lorbeer und Salbei, das mit Wein abgelöscht und mit Reis gegessen wird. Bei den Gemüsesorten sind Bohnen oft Bestandteil typischer Gerichte, weshalb ihre Landsleute Toskaner gerne auch Bohnenesser nennen. In Florenz beispielsweise ist ein beliebtes Gericht Fagioli alla Fiorentina, weiße Bohnen mit einer Mischung aus Knoblauch, Tomaten, Salbei und Olivenöl.

Latium und Rom wurden durch die jahrtausendealte Geschichte als Hauptstadt des Römischen Reiches geprägt und durch die vielen Einflüsse aus anderen Ländern, die in der Millionenstadt zusammenflossen. Gerichte wie Saltimbocca alla romana, Kalbschnitzel mit Schinken und Salbei, oder Agnello brodettato, geschmortes Lamm mit Schinken in Kräuter-Wein-Soße, sind typische Gerichte für Rom und das Latium. Zur Pastavielfalt des Landes trägt dieser Landstrich mit den beliebten Penne all'arrabbiata und den Spaghetti Carbonara bei. Je weiter südlich man Italien bereist, desto verbreiteter werden vegetarische Gerichte, denn der Süden, die Stiefelspitze, war lange das Armenhaus des Landes und Fleisch konnten sich viele nicht oft leisten.

Beliebt dort sind Soßen aus Gemüse und die berühmten Spaghetti Napoli wurden, wie der Name schon sagt, in Neapel erfunden. Auch die Pizza Margherita hat hier das Licht der Welt erblickt. Fisch kommt ebenfalls oft auf den Tisch, schließlich liegt der Süden Italiens direkt am Meer. Thunfisch, Schwertfisch, Tintenfisch und in Sizilien isst man gerne Pasta con le sarde, also Nudeln mit Sardinen.

Pizza einmal anders

"L’amore senza bacio è come la pizza senza formaggio." Liebe ohne Küsse ist wie eine Pizza ohne Käse. Dieses italienische Sprichwort spricht Bände, denn Käse ist auf jeden Fall und immer auf Pizza zu finden. Wer Pizza bisher nur in Deutschland gegessen hat, wird bei einer Reise in Italien feststellen, dass sich italienische Pizza sehr von der deutschen Variante unterscheidet. Weniger Belag und dünner Teig – so sieht eine Pizza in Italien aus. Die bekannteste Pizza ist die Napoletana, die nur aus einem Teigfladen mit Tomatensoße und Käse besteht und ihren Ursprung in Neapel hat. Als Pizza bianca werden in Italien alle Pizzen bezeichnet, bei denen keine Tomatensoße verwendet wird. Die bei uns unter dem Namen Calzone bekannte zusammengeklappte Pizza kennt man in Neapel auch als Pizza fritta. Sie wird mit Ricotta, Schinken (roh), Champignons, Mozzarella und Parmesan gefüllt und nicht im Ofen, sondern in der Pfanne gebacken.

Antipasti – Genuss schon beim ersten Bissen

Weit über die Grenzen Italiens hinaus erfreuen sich die italienischen Vorspeisen, die Antipasti, großer Beliebtheit. Sie sind so vielfältig wie das Land selbst und bieten einen Vorgeschmack auf kommende Geschmacksexplosionen. Bekannte Antipasti sind beispielsweise Bruschetta, geröstete Weißbrotscheiben mit Knoblauch, gehackten Tomaten und Basilikum. Auch Meeresfrüchtesalat oder Mozzarella Caprese, Mozzarella mit Tomaten, Basilikum und verfeinert mit Olivenöl und Balsamico, zählen längst zu den Klassikern und sind auch hierzulande bekannt und beliebt. In Italien serviert man außerdem gerne Antipasto all'italiana, eine Auswahl italienischer Wurst wie Mortadella, Coppa und Salami. In den Marken sind gefüllte Oliven beliebt und aus dem Piemont stammt das Vitello Tornato, hauchdünn geschnittenes Kalbfleisch mit einer Thunfischsoße. Anders als bei uns sehen die Italiener Nudeln mit einer Soße eher als Zwischengang oder Vorspeise an und freuen sich nach der Pasta auf den Hauptgang.

Pasta é basta!

Egal ob puristisch mit Butter und Salbei oder mit opulenten Soßen – die Italiener lieben ihre Pasta in allen Varianten. Pro Kopf isst ein Italiener 25 Kilogramm Nudeln pro Jahr und es gibt in Italien über 250 verschiedene Sorten und Ausformungen. Je nach Region serviert man Pasta unterschiedlich. Im Norden isst man gerne Ravioli und andere gefüllte Nudeln. Ihren Ursprung haben sie in Ligurien. Bandnudeln wie Fettuccine sind im Latium sehr beliebt und im Süden sind die Spaghetti sehr oft Teil eines Menüs. Wichtig ist bei Pastagerichten, dass man die passende Soße zur passenden Nudel wählt. Die Italiener würden niemals eine Sorte Nudeln zu allen Soßen servieren. Zu Spaghetti beispielsweise essen sie dünnere Soßen wie Tomatensoße, Spaghetti Vongole (mit Muscheln) oder Frutti di Mare (Meeresfrüchte). Bandnudeln und Tagliatelle werden in Italien gerne zu Schmor- und Wildgerichten wie Ossobucco gereicht. Soßen, die eher dick und gehaltvoll sind, werden in Italien mit Röhrennudeln wie Penne oder Orecchiette serviert. Bolognesesoße, auf italienisch Ragú, mit Penne ist ein beliebtes Pastagericht in Italien. Zu Pasta gehört auf jeden Fall ein guter Wein und auch hier bleiben bei einer kulinarischen Reise nach Italien keine Wünsche offen, schließlich gibt es von Nord nach Süd fantastische, weltberühmte Anbaugebiete, die Weinkenner schwärmen lassen.

Vom Trentino bis Sizilien Wein der Extraklasse genießen

Ganz Italien ist ein einziger Weinkeller, könnte man beim Blick auf die verschiedenen Anbaugebiete vermuten. Von Südtirol und dem Aostatal im Norden bis in den tiefen Süden Siziliens und Sardiniens finden Weinkenner edle Tropfen, die oft Weltruhm genießen und höchsten Ansprüchen genügen.
Im Aostatal und dem Trentino entstehen Spitzenweine und die Weinhäuser Les Crêtes und Lo Triolet bieten erstklassige Rot- und Weißweine an. Bekannte Südtiroler Weine sind der Alto Adige und der Kalterer.
Im Piemont ist die Heimat des weltberühmten Barolo und des Barbaresco, zwei der bekanntesten und beliebtesten italienischen Weine. Eine ligurische Spezialität ist der süße Dessertwein Sciacchetrà, der bei Manarola im Cinqueterre angebaut wird.

Venetiens bekannteste Rotweine und mit die wichtigsten Weine Italiens sind der Amarone della Valpolicella und der Bardolino Superiore. In Asolo wird der Prosecco Asolo erzeugt, der als Schaumwein, Weißwein und Perlwein angeboten wird. Das berühmteste Weinanbaugebiet Italiens ist zweifellos die Toskana, die Teil des internationalen Weinnetzwerks Great Wine Capitals ist. Hier werden Sangiovesetrauben gekeltert und der berühmte Brunello di Montalcino ist hier zuhause. Auch Cabernet Sauvignon, Chianti und den süßen Dessertwein Vin Santo findet der Feinschmecker hier. Weißwein der Extraklasse gibt es in den Marken, in denen der Pinot Grigio und der Pino Bianco angebaut werden.

Weinkenner trinken gerne den Montepulciano aus den Abruzzen oder Frascati aus dem Latium und im Süden liegt in Kampanien eines der ältesten Anbaugebiete für Wein des ganzen Landes. Hier genießt man den Aglianico del Vulture. Auch Sizilien bietet gute Tropfen und der Süßwein Marsala ist weit über die Grenzen Italiens hinaus bekannt. Apropos süß: nicht nur bei den Hauptspeisen erwartet Feinschmecker Großes, auch mit ihren Desserts sorgt die italienische Küche für leuchtende Augen bei Gourmets.

La dolce vita oder Desserts für Genießer

Krönender Abschluss eines guten Menüs ist auch in Italien das Dessert. Ob sahnige Cremes, gehaltvolle Kuchen oder fruchtiges Eis – für jeden Geschmack bietet die italienische Küche das Richtige.
Das italienische Eis, das Gelato, zählt zu den besten weltweit. Beliebte Sorten in Italien sind wie auch hierzulande Vanille und Schokolade, und auch in einigen Desserts wie Tartufo ist Speiseeis Bestandteil. Tartufo wird gerne in Süditalien serviert und ist eine Kugel in Trüffelform, bestehend aus Nuss- und Schokoladeneis mit einem flüssigen Kern aus Schokolade. Weitere traditionelle Desserts sind das weltberühmte Tiramisú, die Sahnecreme Panna Cotta oder Zabaione, eine Weinschaumcreme, bei der Eigelb zusammen mit Zucker, Marsalawein und Gewürzen schaumig geschlagen und mit Biskuitkeksen serviert wird.

Wer es weniger kalorienreich mag, sollte eine Granitá probieren. Diese sizilianische Spezialität wird ähnlich wie Sorbet hergestellt und besteht meist aus Zitronensaft und Zuckersirup. Sie ist körniger als Sorbet und kann entweder gelöffelt oder mit dem Strohhalm getrunken werden. Auch Varianten mit anderen Früchten, Mandeln oder Kaffee kann man genießen.

Parmaschinken, Parmesan und Olivenöl – die Spezialitäten

Italiens Spezialitäten bieten ebenfalls eine Fülle von Möglichkeiten. Weltberühmt ist der luftgetrocknete Schinken aus Parma, der durch seine lange Reifedauer und die sorgfältige Behandlung zu den besten Schinken der Welt gehört. Eine andere Schinkenvariante, der Kochschinken Prosciutto San Daniele, ist eine weitere exquisite italienische Spezialität. Seit über 800 Jahren stellt man in Italien Parmesan her, der ebenfalls zum Exportschlager wurde. Käsesorten wie der Büffelmozzarella, der sahnige Ricotta und Mascarpone sind ebenfalls beliebte Gaumenfreuden, genau wie der Edelschimmelkäse Gorgonzola. Italienisches Olivenöl wird von Kennern gerne verwendet, die Wert auf beste Qualität und Geschmack legen. Die italienische Küche ist so vielfältig und bunt wie das Land selbst. Für jeden Geschmack bietet sie Gaumenfreuden und mit jedem Essen feiert sich Italien selbst und genießt das dolce far niente.

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