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Stierrennen in Pamplona - Abenteuer Stierwettlauf

Atemberaubende Spannung liegt in der Luft, der Adrenalinspiegel steigt ins Unermessliche, wenn in der spanischen Stadt Pamplona die Schüsse zweier Raketen erklingen, welche den Start des alljährlich stattfindenden Stierrennens ankündigen. Tausende Menschen stehen in den engen Gassen der idyllischen Altstadt bereit, um sich mit der geballten Kraft der mächtigen Stiere zu messen und einen kurzen Augenblick ein Stück des Weges miteinander zurückzulegen. Es ist eine Art persönliche Mutprobe, die zumeist Männer unterschiedlichen Alters aus aller Welt nach Pamplona anreisen lässt. Seite an Seite mit Gleichgesinnten ein einzigartiges Risiko eingehen und hernach mit Stolz sagen zu können: „Ich bin mit den Stieren gelaufen!“ hat für viele Menschen einen großen Reiz. Manche werden nahezu süchtig danach, kommen jedes Jahr wieder zurück an den Ort, um ihre Leistung zu verbessern, die gewaltigen Tiere noch näher an sich heranzulassen und jedes Mal eine längere Strecke mit ihnen zu laufen.

Die Berühmtheit des spanischen Festes Sanfermines ist grenzenlos

Jährlich vom 06. bis zum 14. Juli findet das bekannte Fest Sanfermines (baskisch: Sanferminak) in dem schönen Städtchen Pamplona statt, dessen Höhepunkt der Encierro, das Stiertreiben, darstellt. Die Eröffnung der beliebten Feier zu Ehren des heiligen Fermin findet am ersten Tag pünktlich um 12 Uhr mittags statt. Eine extra ausgewählte Person hat die Ehre, eine Rakete auf der Plaza del Ayuntamiento zu entzünden, welche den Beginn der Festivitäten einleitet. Tausende Menschen versammeln sich hierzu auf dem Rathausplatz, um mit lauten Rufen dem Heiligen ein langes Leben zu wünschen. Rotwein und Sangria fließt in Strömen, es herrscht eine mitreißende Stimmung, der sich nicht nur die spanische Bevölkerung, sondern auch internationale Besucher nicht entziehen können. Wer hier tief in die fantastische Feststimmung mit einsteigen möchte, darf sich nicht an herumsprühenden Getränke- und Wasserduschen stören, welche mit viel Freude von den Anwohnern auf ihren Balkonen und den Teilnehmern in der Masse ausgeteilt werden. Während die Stierwettläufe erst am nächsten Tag beginnen, ist die lebhafte Feierstimmung in Pamplona vom Moment der Eröffnung an für nunmehr neun volle Tage lang nicht mehr aufzuhalten.

Viele Geschichten ranken sich um den Lauf mit den schwarzen Stieren

Im Mittelpunkt des riesigen Festes steht der heilige Fermin, welcher bereits seit Jahrtausenden in Pamplona verehrt wird. Einer Legende zufolge wurde der Priester Honesto vom heiligen Saturnino im 3. Jahrhundert als Missionar nach Pamplona gesandt. Im Zuge dessen bekannte sich die gesamte Familie des Senators Firmo zum Christentum, darunter auch sein Sohn Fermin. Noch heute kann man das San Cernin-Brünnchen in der Stadt aufsuchen, an welchem die Taufe stattgefunden haben soll.

Nach seiner Weihe zum Priester im französischen Toulouse kehrte er später an seinen Geburtsort zurück, mehr als 3.000 Menschen sollen von ihm dort getauft worden sein. Der bekannte Stierwettlauf, welcher sich mittlerweile zu einem weltweit berühmten Ereignis und Höhepunkt des Sanfermines Festes entwickelt hat, findet seit mehr als 700 Jahren statt. Es gibt eine Vielzahl von Thesen, woraus dieser Lauf mit den wilden Stieren entstanden sein soll. Nach der wohl am weitesten verbreiteten Meinung fingen die damaligen Treiber, die dafür zu sorgen hatten, dass die Tiere zum Stierkampf von den Koppeln am Stadtrand zur Arena gebracht wurden an, ihre Schnelligkeit und Stärke mit diesen zu messen begannen. Nach und nach wurde dies zu einer Art Volkssport, in welchem sich die Wurzeln dieser Tradition fest verankerten.

Mut allein reicht für den Stierwettlauf in Pamplona nicht aus

Heute kann ein jeder dabei mitmachen, der ausreichend Wagemut, eine gute Kondition und auch ein bisschen Leichtsinnigkeit sein Eigen nennt. Man muss sich bewusst sein, dass das Risiko von Verletzungen bis hin zum Tode den Stierwettlauf in Pamplona begleitet. Es gibt zahlreiche Verbote, die unbedingt eingehalten werden müssen, um sich selber und andere nicht unnötig zu gefährden. Hierzu gehören beispielsweise:

  • Teilnahme nur für Personen über 18 Jahre;
  • Abgesteckte Bereiche nicht zu betreten;
  • Unter Einfluss von Drogen oder Alkohol den Wettlauf anzutreten;
  • Jede Art von Reizung oder Misshandlung der Tiere;
  • Das Stehenbleiben auf der Strecke, an Absperrungen, Barrikaden oder in Eingängen;
  • Jede Handlung, die den reibungslosen Ablauf gefährden könnte u.v.m.

Täglich vom 07. bis zum 14. Juli startet das Stierrennen morgens um 08.00 Uhr. Zuvor lässt sich an den Gehegen, in welchen die Stiere nur darauf warten, endlich freigelassen zu werden, ein eindrucksvolles Bild betrachten. Unzählige Läufer versammeln sich dort vor dem Bild des Heiligen Fermins, heben ihre gerollten Zeitungen hoch in die Luft und singen gemeinsam ein Lied zum Schutz beim Wettlauf. Dies ist nicht nur für die Teilnehmer ein überaus bewegender Moment, hierbei können auch die Zuschauer intensiv fühlen, wie sich eine erwartungsvolle Spannung ausbreitet. Drei Mal wird der kurze Text gesungen, fünf, drei sowie eine Minute vor 08.00 Uhr und jeweils abgeschlossen mit dem wie aus einem Munde erfolgten Schrei: „Viva San Fermin“ oder „Gora San Fermin“.

Gute Zuschauerplätze sind rar

Der Lauf dauert meist nur zwischen drei und fünf Minuten über die Strecke von etwa 850 Meter. Zur Sicherheit der Zuschauer ist die enge Straße durch doppelte Absperrungen gesichert. Hautnah erleben lässt sich der spannende Stierrennen hinter der zweiten Begrenzung, dort versammelt sich meist eine Vielzahl an Menschen, die Stimmung dort ist beeindruckend. Es empfiehlt sich, bereits sehr früh am Morgen seinen Platz dort einzunehmen, da diese Bereiche sehr begehrt sind. Wer nicht gerade auf der Absperrung zum Sitzen kommt, hat leider keinen guten Blick auf das Geschehen, dort lässt man sich eher von der allgemeinen Aufregung und der Feierstimmung anstecken. Einen besseren Überblick bekommt man am Streckenbeginn, was jedoch vielen Zuschauern bekannt ist, sodass es ebenfalls ratsam ist, frühzeitig vor Ort zu sein.

Die besten Plätze befinden sich auf den Balkonen der verschiedenen Anwohner. Über das Fremdenverkehrsbüro Pamplona lassen sich Telefonnummern von Hausbesitzern erfahren, welche ihren privaten Außenbereich „als Loge erster Klasse“ zum Anschauen des fantastischen Stierwettlaufes zur Nutzung bereit halten. Manche Menschen bieten zusätzlich ein Frühstück an, sodass man nicht nur den besten Ausblick auf die Laufstrecke genießen, sondern sich gleichzeitig umfangreichen Gaumenfreuden widmen kann. Wer in Begleitung von Kindern ist, sollte sich hierfür entscheiden, damit diese außerhalb der Menschenmassen sicher untergebracht sind und zudem die Chance haben, ebenfalls etwas zu sehen.

Eine weitere Möglichkeit besteht in dem Kauf einer Eintrittskarte für die Vaquillas. Diese unblutigen spielerischen Kämpfe gegen junge Stiere mit eingebundenen Hörnern finden nach dem Lauf in der Stierkampfarena statt, zuvor kann man von dort aus die Endstrecke der Läufer und Tiere gut betrachten. Allein die einmalige Atmosphäre lohnt sich zu genießen, der gemeinsame Gesang der Besucher zu den Melodien einer Musikkapelle ist einfach unbeschreiblich schön.

Reizvolle umliegende Ortschaften zum Übernachten und mehr

Während der neun Tage dauernden Festlichkeiten ist es unmöglich, ohne Reservierung eine Unterkunft zu finden. Pamplona präsentiert zwar vom Campingplatz über Bed and Breakfast bis hin zu exklusiven Hotels ein breitgefächertes Angebot an Nächtigungsmöglichkeiten, jedoch muss man lange Zeit vorher das Gewünschte buchen. Noch freie Zimmer und dazu zu günstigeren Preisen finden sich leichter in der Umgebung der Stadt. Der beschauliche Ort Obanos liegt 20 Kilometer von Pamplona entfernt direkt am berühmten Jakobsweg, den unzählige Pilger bewandern. Er eignet sich nicht nur, um schnell zum Stierwettlauf zu gelangen, sondern bietet auch selbst einen prächtigen mittelalterlichen Anblick durchsetzt von interessanten gotischen Elementen. In einer Entfernung von 47 Kilometern befindet sich das wunderschöne Roncesvalles mit seinem eindrucksvollen historischen Erbe. Herausstechend sind dort die gotische Santiago sowie die romanische Espíritu Santo Kirche, welche sich in jedem Falle aufzusuchen lohnen. Ebenso ist Pamplona auch von der attraktiven, 43,7 Kilometer entfernten, Kleinstadt Estella aus zu erreichen, die mit einem prächtigen historischen Stadtkern aus dem Mittelalter beeindruckt.

Vorbezeichnete Orte bieten eine Vielzahl an verschiedensten Unterkünften an und sind jeweils sehr gut sowohl mit dem Bus als auch mit eigenem PKW oder Taxi zu erreichen. Die Fahrzeiten sowie ungefähren -kosten stellen sich wie folgt dar:

Pamplona – Obanos

  • Bus, 32 Minuten, 2 – 3 Euro
  • Taxi, 20 Minuten, 25 – 30 Euro

Pamplona – Roncesvalles

  • Bus, 60 Minuten, 21 Euro
  • Taxi, 47 Minuten, 50 – 60 Euro

Pamplona – Estella

  • Bus, 52 Minuten, 3 – 7 Euro
  • Taxi, 36 Minuten, 45 – 55 Euro

Prachtvolle Bauwerke in Pamplona

Der Besuch oder gar die Teilnahme an dem einzigartigen Stierwettlauf in Pamplona lässt sich mit einer Vielzahl weiterer Aktivitäten verbinden. Das schöne Städtchen selbst hat einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten, allen voran die faszinierende Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert, welche heute noch in weiten Teilen gut erhalten ist. Ein weiteres überaus interessantes Besichtigungsziel stellt die herrliche Kathedrale dar. Der gotische Baustil, in dem das Gebäude zwischen den Jahren 1397 und 1530 errichtet wurde, beeindruckt ebenso wie die neoklassische Fassade. Die Kathedrale Pamplonas ist als eines der bedeutendsten religiösen Bauwerke von ganz Spanien bekannt. Einen Besuch wert sind in jedem Falle auch die berühmten Kirchen der Burgos, namentlich San Cénin, San Nicolás, Santo Domingo sowie Iglesia de San Saturnino. Letztere befindet sich auf der wunderschön angelegten Plaza de los Burgos, welche das faszinierende barocke Rathaus beherbergt.

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